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PlönWork - Die Internationale Grüne Woche

Berlin, 16.1. - 24.1.2018

PlönWork bei der IGW Berlin 16.-24.01.2018, ein Bericht von Jan Thore Peters und Regina Jacobsen

Wieder haben wir mit vier Teilnehmenden und zwei Anleitern in Berlin auf der IGW für die ejl gearbeitet. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist von der Bedeutung evangelischer Jugendarbeit in ländlichen Räumen überzeugt und hat die ejl daher erneut in die Halle 23a der BMEL-Sonderschau eingeladen. Das Hallenthema lautet „Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft“. Unter dem Motto „Eigener Herd ist Goldes wert“ beschäftigte sich die ejl intensiv mit dem Thema Nachhaltige Ernährung. Anders als gewohnt haben wir aber dieses Mal nicht den Stand gebaut, sondern waren während der Messe aktiv und mussten inmitten des Messegetummels ein Menu mit Vor- Haupt und Nachspeise zubereiten. Da die Messe erst am Freitag eröffnet wurde, waren wir die ersten Tage mit Vorbereitungen beschäftigt. Dienstag sind zwei von uns mit Herrn Jacobsen für die Messe einkaufen gefahren. Von einem Wochenmarkt bekamen wir viel Biogemüse und von der Berliner Tafel eine große Menge Weihnachtsmänner, die die Geschäfte nach Weihnachten nicht mehr verkaufen konnten. Die Berliner Tafel ist ein gemeinnütziger Verein, der gespendetes Essen an Bedürftige gibt.

Da das Thema unseres Standes „Nachhaltige Ernährung“ war, wollten wir dort zeigen, was man alles aus Nahrungsmitteln, die angeblich nicht mehr verkaufbar sind, alles machen kann. Am Mittwoch, sind wir mit dem Auto zur Messe gefahren. Wir haben dort unsere mitgebrachten Sachen ausgeräumt, zum Stand gebracht und ihn dekoriert. Ein Herd wurde eingebaut, Holzkisten, die wir vorab in der Kreativwerkstatt von PlönWork hergestellt hatten, wurden mit Gemüse befüllt, unsere mitgebrachten Marmeladen und eingemachten Obst- und Essigsorten in die Regale geräumt. Am Donnerstag kauften wir die fehlenden Lebensmittel und konnten wieder feststellen, dass es überhaupt keinen Spaß bringt, in einer Metropole mit dem Auto unterwegs zu sein! Am Abend hatten wir eine Einladung für die Eröffnung der Blumenhalle der Messe. Neben den wunderschönen Blumen gab es eine Vielzahl von Catering-Stationen, die unterschiedliche Kleinigkeiten zu essen anboten. Wir waren besonders erfreut, dass echte Berliner Currywurst im Angebot war und ausgezeichnet geschmeckt hat.

Abendbrotessen mussten wir somit also nicht mehr. Am Freitag haben wir auf der Messe gekocht. Es gab Sellerieschnitzel mit Kartoffelpüree, Kohlrabi und Karotten. Als erstes haben wir jedoch Schokolade kleingehackt, um sie für das Dessert vorzubereiten. Dann wurde das Gemüse gewaschen und geschnitten. Während wir das Essen zubereitet haben, kamen immer wieder Messebesucher und stellten Fragen. Nach dem Essen und Saubermachen war Schluss für den Tag. Am Samstag waren wir bei der Berliner Tafel. Dort wurde uns zuerst erklärt, was die Berliner Tafel ist und was sie macht. Danach haben wir dort Lebensmittel sortiert. Die sortierten Lebensmittel werden später an Bedürftige gegeben. Wir haben palettenweise Weihnachtssüßigkeiten und Gemüse sortiert. Zwischendurch bekamen wir Mittagessen. Um 14:00 Uhr sind zur Messe weitergefahren, dort hatten wir einen besonderen Auftrag: wir sollten auf einer Bühne etwas kochen, das nur aus Lebensmitteln der Berliner Tafel bestand.

Das Thema lautete „Zu gut für die Tonnen - lecker kochen mit Lebensmitteln, die keiner mehr will“. Moderiert wurde unsere „Kochshow“ von Heike Götz, der bekannten NDR-Mitarbeiterin. Anleiter und Teilnehmer waren gleichermaßen aufgeregt, aber wir haben es prima hinbekommen!

Am Sonntag, den 21.01. haben wir wieder am Stand gekocht. Das Motto war „weniger Fleisch, mehr Sonntagsbraten“ und wir hatten eine Lammkeule mit Rotkohl und Kartoffel-Pastinakenpuree im Angebot. Zum Nachtisch gab es mousse au chocolat, die wir aus den Weihnachtsmännern der Berliner Tafel hergestellt haben. Das Essen kam sehr gut an und hat allen geschmeckt. Nach dem Abwasch trauten wir Teilnehmer uns, allein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln den Heimweg zum Hostel anzutreten, während die Anleiter noch ein zweites Gericht für den Nachmittag gekocht haben. Am Montag haben wir uns aufgeteilt: Herr Jacobsen war mit uns Teilnehmern in Berlin unterwegs und Frau Jacobsen hat auf der Messe mit den FÖJ-lern gekocht. Zuerst haben wir uns die East Side Auspacken und Zerkleinern von Schokoladenweihnachtsmännern Gallery angesehen. Die East Side Gallery ist ein Teil der ehemaligen Berliner Mauer, der von StreetArt-Künstlern bemalt und von Graffiti-Künstlern an vielen Stellen übersprüht wurde. Danach waren wir im neuen Museum auf der Museumsinsel. Dort befindet sich eine riesige Sammlung von Sachen aus der ägyptischen Zeit. Desweiteren befindet sich eine kleine Sammlung aus Troja und Griechenland dort. Am Dienstag, den 23.01. haben wir am Vormittag unsere Sachen vom Stand geholt und haben in der VIP-Lounge des Ministeriums ein Mittagsessen bekommen. Anschließend waren wir in Kreuzberg auf einer Schwarzlicht-Indoor-Minigolfbahn und haben dort Minigolf gespielt. Es hat gut getan, fern des Messegedränges unterwegs zu sein.

Wir fanden es in Berlin alles super und würden gerne nochmal dorthin fahren. Besonders beeindruckt waren wir von der Berliner Tafel. Daher haben wir beschlossen, auch bei uns im JAW in der Küche von PlönWork ein Spendenregal zu errichten, wo selbstgemachte Sachen, wie Marmeladen, Schokoladen etc, sowie kleine Holzwerkstücke angeboten werden. Eine Spendenkasse haben wir schon aufgehängt. Den Erlös wollen wir Ende des Jahres der Tafel zukommen lassen.

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