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POSEIDON - KICK OFF in schwerer See

Fehmarnbelt, 19. Mrz. 2012

Es herrschte alles andere als eine ruhige See im Fehmarnbelt, als das dänisch–deutsche INTERREG IV A Projekt „POSEIDON“ am 19.03.2013 mit einer „Kick Off Konferenz“ auf der Fähre zwischen Rødby und Puttgarden offiziell die Segel setzte.

Die dänische Bildungseinrichtung „Fremtidslinjen“ aus Køge und die deutsche Partnereinrichtung Jugendaufbauwerk (JAW) Plön-Koppelsberg, erhielten vor kurzem einen Zuschuss aus dem EU-Programm INTERREG IV A von rd. 440 TEUR, um gemeinsam in den nächsten zwei Jahren lernschwache und lernbehinderte junge Menschen in der Fehmarnbeltregion durch besondere, auf ihre speziellen Bedürfnisse ausgerichtete, pädagogische Maßnahmen und Beschäftigungsmöglichkeiten an den Arbeitsmarkt heranzuführen und sie aktiv zur Verbesserung ihrer Lebensqualität in die Gesellschaft zu integrieren.

Die stellvertretende Vorsitzende der dänischen Kommune auf Sjælland und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit, Frau Lissie Kirk, hielt auf der Konferenz die Eröffnungsrede. Dabei bewegte sie sich buchstäblich auf schwankendem Boden, da die Scandlines Fähre den sehr bewegten Ostseewellen ausgesetzt war.

Lissie Kirk ließ sich jedoch von dem Seegang nicht aus dem Gleichgewicht bringen, als sie mit fester Stimme die verschiedenen Perspektiven beleuchtete, die die Grundlagen für dieses grenzüberschreitende Projekt sind. Lissie Kirk kommentierte: "Die Region Sjælland – wovon die Kommune Køge ein wichtiger Teil ist – war im vergangenen Jahr die erste Region in Dänemark, in der mehr Bewohner auf Sozialleistungen angewiesen waren als sie Einkommen aus Arbeitsverhältnissen realisieren konnten. Es ist paradox, dass viele der jungen Menschen - auf die wir uns hier konzentrieren - in den Arbeitsmarkt eintreten möchten, dass sie aber häufig vor verschlossenen Türen oder unüberwindlichen Hindernissen stehen. Gleichzeitig ist eines der größten Probleme im Arbeitsalltag, dass die Menschen unter der Arbeitsbelastung und Stress zusammenbrechen und die gesundheitlichen Probleme zunehmen."

Nach der Präsentation der Projektpartner durch die beiden Einrichtungsleiter Christian Lange vom JAW Pön-Koppelsberg und Morten Ellehauge von Fremtidslinjen wurde eine engagierte Debatte über die Unterschiede in den Bildungssystemen beider Länder geführt. Viele der Herausforderungen sind auf beiden Seiten des Fehmarnbelts identisch, aber die Methoden, diesen Herausforderungen zu begegnen, sind teilweise sehr unterschiedlich. In den Workshops gab es einen breiten Konsens auf dänischer und deutscher Seite und es wurde heraus gestellt, dass wir voneinander lernen können. Es war eine große Bereitschaft erkennbar, gemeinsam neue Instrumente zu entwickeln und neue Wege zu beschreiten, um lernschwachen und lernbehinderten jungen Menschen die gesellschaftliche Integration zu ermöglichen. 

Teamleiterin Tove Tranberg von Ungdommens Uddannelsesvejledning (UUV) Køge Bugt (Jugenbildung) hielt ein Impulsreferat auf der Konferenz und moderierte einen Workshop. Sie war am Ende der Konferenz außerordentlich optimistisch: "Es ist ein spannender Dialog, den wir mit unserem deutschen Partner heute gehabt haben. Wir können sicherlich voneinander lernen, und es ist sehr aufregend südlich der Grenze". Danach machte sich die dänische Delegation wieder auf den Heimweg durch ein schneebedecktes Lolland-Falster.

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